Buldan-Weberei — Ein eingetragenes Gewebe
Ein aus feinem Baumwollgarn gewobenes, leichtes Gewebe, erkennbar an seiner geknitterten Oberfläche; die 2010 beantragte geografische Herkunftsangabe wurde 2016 abgeschlossen.
Etwa 46 km vom Zentrum Denizlis entfernt — ein mit dem Klang der Webstühle groß gewordenes Städtchen, dessen Häuser mit Erkern unter städtischem Denkmalschutz stehen und das seine eigene antike Stadt innerhalb seiner Grenzen trägt.
Buldan ist ein Landkreis nordwestlich von Denizli, auf etwa 690 Metern Höhe gelegen. Was das Städtchen ausmacht, ist nicht seine Aussicht, sondern sein Handwerk: Die Weberei ist hier eine alltägliche Arbeit, die in einzelnen Häusern und kleinen Werkstätten fortgeführt wird — keine Vorführung fürs Museum.
Der feine Baumwollstoff namens Buldan bezi trägt den Namen des Ortes und wird stets zusammen mit ihm genannt. Einzelheiten zur Weberei finden Sie auf der weiter unten verlinkten Seite Buldan-Weberei.
Die große Textilindustrie Denizlis und der Webstuhl Buldans sind zwei Enden derselben Geschichte: Das eine gehört der Fabrik, das andere dem Haus. Beim Rundgang durch das Städtchen sehen Sie, wie beides nebeneinander besteht.
Wer den Ort zum ersten Mal besucht, staunt darüber, wie verstreut die Weberei ist: Es gibt kein einziges Produktionszentrum, die Arbeit verteilt sich auf zahllose kleine Werkstätten und Haushalte. Deshalb gibt es in Buldan kein Programm namens "die Weberfabrik besichtigen" — man geht durch die Straßen und blickt durch offene Türen.
Die alten Viertel des Städtchens stehen mit ihren Holzhäusern und Erkern unter städtischem Denkmalschutz. Die schmalen Gassen steigen an; die Obergeschosse der Häuser kragen zur Straße hin aus, und sich gegenüberliegende Erker schließen die Gasse fast.
Ein Teil der Gebäude ist bereits instand gesetzt, ein anderer wartet noch darauf — beim Spaziergang durch Buldan ist es normal, neben einer restaurierten Fassade auf ein Haus mit noch offenliegendem Holz zu treffen. Einzelheiten finden Sie auf der Seite Historische Häuser von Buldan.
Innerhalb der Grenzen Buldans, in Yenicekent, liegt Tripolis, die dritte große antike Stadt des Tals; ihre Ausgrabungen laufen seit 2012 das ganze Jahr über. Die weiter unten verlinkte Tripolis-Seite beschreibt die Stadt ausführlich.
Oberhalb des Städtchens liegt auf etwa 1.150 Metern Höhe der Süleymanlı-Yayla-See; er befindet sich innerhalb eines Naturschutzgebiets erster Stufe — ein stiller See mit Seerosen, zu dem man im Sommer aufsteigt, um sich abzukühlen.
Das Städtchen selbst ist ein halbtägiger Halt; kommt Tripolis hinzu, füllt sich der Tag. Für einen von Denizli aufbrechenden Besucher ist die praktischste Reihenfolge, morgens Tripolis zu besichtigen und nachmittags ins Städtchen zu fahren — die Ausgrabungsstätte liegt auf dem Weg, und zwischen beiden ist keine Rückfahrt nötig.
Der Yayla-See dagegen ist eine eigene Richtung und ein eigener halber Tag; statt ihn in denselben Tag zu pressen, plant man ihn in den Sommermonaten für sich allein.
Preise und Öffnungszeiten können sich ändern — bitte vor dem Besuch prüfen. Zuletzt geprüft: 2026-08
Ein aus feinem Baumwollgarn gewobenes, leichtes Gewebe, erkennbar an seiner geknitterten Oberfläche; die 2010 beantragte geografische Herkunftsangabe wurde 2016 abgeschlossen.
Häuser mit Holzskelett und Erkern, die zur Straße hin auskragen; ein Ortsgefüge, das unter städtischem Denkmalschutz steht.
Eine antike Stadt am Ufer des Mäander, im Ortsteil Yenicekent von Buldan gelegen; am Schnittpunkt von Lydien, Phrygien und Karien wurde sie unter drei Namen genannt.