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Pamukkale

Historische Häuser von Buldan

Häuser mit Holzskelett und Erkern, die zur Straße hin auskragen; ein Ortsgefüge, das unter städtischem Denkmalschutz steht.

Erker und Gasse

Die alten Viertel Buldans folgen den vertrauten Regeln westanatolischer Kleinstadtarchitektur: das Erdgeschoss aus Stein, das Obergeschoss mit Holzskelett; das Obergeschoss kragt zur Straße hin aus. Dieser Vorbau heißt Erker (cumba) und erfüllt gleich zwei Aufgaben — innen vergrößert er den Raum, außen beschattet er die Gasse.

In den schmalen, ansteigenden Gassen nähern sich die gegenüberliegenden Erker einander an. Wer beim Gehen nicht nach oben schaut, verpasst die Hälfte des Städtchens: Der Schmuck sitzt im oberen Teil der Fassade.

Die an den Schornsteinen zu sehenden ringförmigen Reliefs sind eine ortstypische Besonderheit und machen die Häuser schon von Weitem erkennbar.

Diese Bauweise ist keine ästhetische Entscheidung, sondern die Lösung für ein schmales Grundstück: Das Erdgeschoss ist so breit, wie die Straße es zulässt, das Obergeschoss so breit, wie die Luft es erlaubt. In den ansteigenden Gassen des Städtchens entsteht dadurch ein Dach, bei dem sich die oberen Stockwerke einander zuneigen.

Schutz und Gegenwart

Das alte Ortsgefüge steht als städtisches Schutzgebiet unter Denkmalschutz; Neubauten und Fassadenänderungen bedürfen einer Genehmigung. Schutz bedeutet nicht, dass das gesamte Gefüge instand gesetzt ist: Es ist normal, neben einer restaurierten Fassade ein Haus mit offenliegendem Holz zu sehen.

Ein Teil der Häuser wird noch immer bewohnt. Beim Fotografieren auf der Straße lohnt es sich, das zu bedenken und Innenhöfe nicht unaufgefordert zu betreten.

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