Die Kirche von Laodikeia
Eine frühbyzantinische Basilika, 2010 geortet und in kurzer Zeit vollständig freigelegt, deren Mosaiken an Ort und Stelle bewahrt sind — die Identität der Stadt als eine der Sieben Gemeinden, in Stein gefasst.
Die Entdeckung
Die Kirche wurde 2010 mit einer Bodenradarmessung (Georadar) geortet und außergewöhnlich schnell — vom Grabungsteam innerhalb derselben Kampagne — vollständig ans Licht gebracht. Der Bau nimmt im Stadtgefüge einen ganzen Häuserblock (Insula) ein.
Die Bauzeit wird um 340 n. Chr. angesetzt, unmittelbar nach dem Mailänder Edikt — es handelt sich also um eine monumentale Basilika, die in der ersten Generation nach der Freigabe des Christentums in der Stadt einer der Sieben Gemeinden der Offenbarung errichtet wurde.
Bau und Mosaiken
Mit ihren apsisartigen Nischen, dem kreuzförmigen Taufbecken (Baptisterium), den Opus-sectile-Böden und ihren Mosaiken zählt die Basilika zu den eigenständigen Beispielen ihrer Zeit. Die Bodenmosaiken und die Wandstücke mit Freskenresten sind an Ort und Stelle bewahrt.
Der Bau ist von einem Schutzdach überdeckt, und in seinem Inneren führt ein gläserner Steg hindurch — Besucher gehen über den Mosaiken und betrachten den Boden aus der Nähe, ohne ihn zu beschädigen.
Der frühchristliche Zusammenhang
Die um 364 n. Chr. abgehaltene Synode von Laodikeia ist mit ihren Beschlüssen zum Kirchenrecht in die Quellentexte der frühchristlichen Geschichte eingegangen. Dass die Stadt der Synode und diese durch die Grabung freigelegte Basilika derselbe Ort sind, macht Laodikeia auch zu einer Station des Glaubenstourismus.
Die Kirche liegt einen kurzen Abzweig von der Syrischen Straße entfernt; sie ist ein selbstverständlicher Teil des Rundgangs durch die Stätte.
