Das antike Theater von Hierapolis
An den Hang gelehnt und mit Platz für rund 12.000 Zuschauer, ist dieses römische Theater mit seinem monumentalen Bühnengebäude und seinen Marmorreliefs das am besten erhaltene Bauwerk der antiken Stadt.
Direkt oberhalb der weißen Travertine erbaut und in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen, ist diese römisch-byzantinische Stadt für ihre heilenden Thermalquellen, ihr riesiges Theater und ihre weitläufige Nekropole bekannt.
Hierapolis wurde zu Beginn des 2. Jahrhunderts v. Chr. von Eumenes II., dem König von Pergamon, gegründet und geriet später unter römische Herrschaft. Der Ursprung des Namens ist umstritten: Eine Überlieferung verbindet ihn mit Hiera, der Gemahlin des legendären Gründers von Pergamon, die andere Lesart geht unmittelbar von der Bedeutung 'heilige Stadt' aus — die Verehrung, die die Stadt ihrer Thermalquelle entgegenbrachte, stützt beide Lesarten.
Da die Region in einer Erdbebenzone liegt, wurde die Stadt im Laufe ihrer Geschichte mehrfach zerstört und wieder aufgebaut; der Wiederaufbau nach dem großen Erdbeben, das die Stadt im Jahr 60 n. Chr. unter Nero dem Erdboden gleichmachte, gab dem heute sichtbaren römischen Stadtgefüge seine Gestalt.
In byzantinischer Zeit entwickelte sich Hierapolis zu einem bedeutenden Zentrum des Christentums, und in der Stadt erhoben sich dem Apostel Philippus geweihte Bauten. Dieses Gefüge, in dem sich römische, frühchristliche und byzantinische Schichten durchdringen, macht die Stätte zu einem seltenen Freilichtmuseum.
Der Grund für die Gründung von Hierapolis liegt in denselben Thermalquellen, die auch die Travertine geschaffen haben. Das mineralreiche heiße Wasser zog seit der Antike Heilsuchende in die Stadt, und sie erlangte Ruhm als eine Art Heil- und Wallfahrtsort.
Das sichtbarste Erbe dieser Kurtradition ist das Thermalbecken über der heiligen Quelle der Stadt, das heute als Antikes Kleopatra-Bad bekannt ist. Die Verehrung der Quelle erklärt auch das religiöse Gefüge der Stadt und die außergewöhnliche Größe der Nekropole.
Die Stadt ist entlang des Rückgrats einer säulengesäumten, in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Hauptstraße (Frontinus-Straße) angelegt; das monumentale Frontinus-Tor am Nordende der Straße und die Stadtmauern stehen bis heute. Um die Straße reihen sich Agora, Latrine und Thermenbauten — die große römische Therme beherbergt heute das Archäologische Museum von Hierapolis.
Weiter oben am Hang liegen das Theater, das Apollon-Heiligtum und das für sein giftiges Gas berühmte Ploutonion; am Nordausgang erstreckt sich mit der Nekropole einer der größten antiken Friedhöfe Anatoliens. Über die folgenden Unterthemen können Sie das antike Theater, die Nekropole und das Ploutonion einzeln erkunden.
Hierapolis wurde 1988 gemeinsam mit den Travertinen von Pamukkale als eine einzige Stätte in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen — sie zählt zu den wenigen 'gemischten' (zugleich natürlichen und kulturellen) Welterbestätten der Liste. Beide Bereiche gehören zu derselben Ausgrabungsstätte und werden meist zusammen besichtigt; vom oberen Punkt der Travertinterrassen gelangt man zu Fuß in das Gefüge der antiken Stadt.
Wer den Besuch früh am Tag beginnt, schützt sich sowohl vor der Hitze als auch vor dem Andrang; das Gelände ist weitläufig, und Schatten ist rar.
Preise und Öffnungszeiten können sich ändern — bitte vor dem Besuch prüfen. Zuletzt geprüft: 2026-08
An den Hang gelehnt und mit Platz für rund 12.000 Zuschauer, ist dieses römische Theater mit seinem monumentalen Bühnengebäude und seinen Marmorreliefs das am besten erhaltene Bauwerk der antiken Stadt.
Einer der größten antiken Friedhöfe Anatoliens; Tumuli, Sarkophage und Grabmonumente, die sich kilometerweit entlang der Ränder der Stadtstraßen erstrecken.
Eine antike Kultstätte, berühmt für das giftige Kohlendioxidgas, das aus dem Boden aufsteigt; in der Antike galt sie als Tor des Unterweltgottes Pluto.