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Pamukkale

Bühnenreliefs

Die Marmorfriese, die das Bühnengebäude des Theaters schmücken — Reliefplatten aus römischer Zeit, die die Mythologie von Apollon und Artemis erzählen.

Was sie darstellen

Die Friese, die die Fassade des Bühnengebäudes bedecken, verarbeiten mythologische Szenen in einzelnen Platten. Das vorherrschende Thema sind die Erzählungen um Apollon, den Schutzgott der Stadt, und seine Schwester Artemis; der Zyklus aus über hundert Figuren zeigt Festprozessionen, die Krönung der Götter und mythologische Gestalten.

Diese Reliefs waren nicht bloß Schmuck — für den antiken Zuschauer war die Fassade hinter der Bühne selbst eine Bühne, die die religiöse Identität der Stadt und ihre Verbindung zu den Göttern sichtbar verkündete.

Die Platten lesen

Die heutige Anordnung der Fassade stammt aus der Erneuerung unter Septimius Severus (193–211 n. Chr.), und zwischen den Platten lässt sich auch die kaiserliche Propaganda der Epoche ablesen: Ein Fries zeigt Septimius Severus mit seiner Familie und den Göttern in einer Festprozession; auch die Weihinschrift ist erhalten.

Dass mythologische Platten und Kaiserplatten an derselben Fassade zusammentreffen, ist kein Zufall — die Stadt der Götter und die Macht Roms wurden vor den Augen der Zuschauer zu einer einzigen Komposition vereint.

Erhaltung und wo sie zu sehen sind

Ein Teil der Reliefs ist an der Bühnenfassade des Theaters, am Ort ihrer Ausgrabung, erhalten; ein anderer Teil wurde in das Archäologische Museum von Hierapolis überführt, um ihn eingehend untersuchen und vor äußeren Einflüssen schützen zu können. Das Museum befindet sich in der großen römischen Therme der antiken Stadt.

Die an Ort und Stelle verbliebenen Platten sind beim Rundgang durch das Theater aus der Ferne zu sehen; die Stücke im Museum hingegen erlauben es, die Bearbeitung des Marmors und die Gesichtsausdrücke der Figuren aus der Nähe zu betrachten.