Die versunkenen Säulen
Marmorsäulenfragmente vom Erdbeben des 7. Jahrhunderts n. Chr., die auf dem Grund des Antiken Bades liegen — das meistfotografierte Detail des Beckens.
Ein Thermalbecken, in dem man zwischen antiken Marmorsäulen schwimmt, die durch ein Erdbeben ins Wasser gestürzt sind; das Wasser bleibt das ganze Jahr über warm.
Das Becken liegt über der heiligen Thermalquelle, die der Grund für die Gründung von Hierapolis war. In der Antike war diese Quelle ein Zentrum der Heilung und des Glaubens; die religiösen Bauten der Stadt — darunter das Apollon-Heiligtum — erhoben sich rund um die Quelle. Heilsuchende stiegen über Jahrhunderte in dieses Wasser.
Ein starkes Erdbeben, das die Region im 7. Jahrhundert n. Chr. traf, brachte die Säulenbauten rund um die Quelle zum Einsturz; die Marmorsäulen fielen direkt ins Wasser, und das Becken erhielt seine heutige Gestalt. Der Überlieferung nach schenkte Marcus Antonius das Becken Kleopatra — daher der Name; das ist keine historische Urkunde, sondern eine fest verwurzelte Legende.
Die Wassertemperatur liegt das ganze Jahr über bei etwa 36 °C, und das Wasser ist mineralreich; an der Oberfläche zeigen sich feine Bläschen. Schwimmer gleiten zwischen zweitausend Jahre alten Marmorsäulenfragmenten hindurch und über sie hinweg — ein weltweit seltenes Erlebnis, bei dem sich ein aktives Thermalbad und eine archäologische Stätte durchdringen.
Das Becken ist nicht tief, doch sein Grund ist unregelmäßig: Versunkene Marmorblöcke, Säulentrommeln und Quellkiesel bilden unter Wasser einen unebenen Boden. Die Geschichte der Säulen erzählt die Unterseite Die versunkenen Säulen.
Preise und Öffnungszeiten können sich ändern — bitte vor dem Besuch prüfen. Zuletzt geprüft: 2026-08