Pamukkale — Die weißen Sinterterrassen
Weiße Sinterterrassen, vom kalziumkarbonatreichen Thermalwasser am Berghang geformt; berühmt für den Barfußweg und das Panorama bei Sonnenuntergang.
In Honaz, im Inneren einer Höhle mit eingestürzter Decke, fallen Travertinbecken Stufe für Stufe ab — Pamukkales kleiner, nach Schwefel duftender Zwilling.
Die Kaklık-Höhle war eine aktive Höhle, die sich im Kalkstein durch abfließendes Grundwasser gebildet hatte. Als ihre Decke einstürzte, öffnete sich das Innere zum Tageslicht, und es entstand der eigentümliche Anblick, den der Besucher heute sieht: ein Raum, der von oben betrachtet unter der Erde liegt und dennoch nach oben offen ist.
Im Inneren bildet das Wasser übereinanderliegende, stufenförmige Becken; von der Decke hängen Stalaktiten herab, darunter wachsen Stalagmiten empor. An den ständig tropfenden Wänden haben sich Moos und Efeu festgesetzt — das ist nicht das Bild einer trockenen Höhle, sondern einer lebendigen, sich noch aufbauenden Oberfläche.
Diese stufenförmige weiße Formation ist der Ursprung der Namen, die man der Höhle gibt: "Kleines Pamukkale" oder "Höhlen-Pamukkale". Die Ähnlichkeit ist oberflächlich, aber real — dieselbe Chemie wirkt hier, nur in viel kleinerem Maßstab und in einem geschlossenen Raum.
Die Bildung geht bis heute weiter. Weil das aus den Wänden sickernde Wasser fortwährend Kalziumkarbonat ablagert, verdicken sich die Oberflächen im Lauf der Jahre — die Stufen, die Sie sehen, sind kein fertiges Bauwerk, sondern eine sehr langsam wachsende Oberfläche.
Das Thermalwasser im Inneren der Höhle ist klar und farblos, trägt aber einen deutlichen Schwefelgeruch. Der Geruch breitet sich über das gesamte Areal aus und wird bereits in der ersten Sekunde des Besuchs wahrgenommen — manche empfinden ihn als unangenehm, andere als interessant.
Unter den Einheimischen heißt es, das Wasser tue bestimmten Hautbeschwerden gut. Das ist ein traditioneller Glaube, keine medizinische Empfehlung — wenn Sie eine Anwendung zu gesundheitlichen Zwecken erwägen, fragen Sie vorher Ihren Arzt.
Die Höhle wurde im Mai 2002 durch die Arbeiten der Provinzdirektion für Kultur und Tourismus für Besucher geöffnet. Seither wurden in ihrer Umgebung ein Schwimmbecken, ein kleines Amphitheater, Aussichtsbereiche, eine Cafeteria und schattige Sitzbereiche angelegt.
Das Besucherinteresse ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Kamen 2023 noch knapp 63.000 Menschen, empfing die Höhle 2024 mehr als 134.000 Besucher. Das Areal gilt inzwischen nach Pamukkale und den antiken Städten als einer der meistbesuchten Orte der Provinz.
Dieser Anstieg hat auch eine Kehrseite: Die Höhle ist klein, und Gedränge macht sich in dem geschlossenen Raum schnell bemerkbar. Am Wochenende ist die Mittagszeit am stärksten frequentiert; wer früh am Morgen kommt, gewinnt sowohl kühlere Luft als auch Ruhe.
Preise und Öffnungszeiten können sich ändern — bitte vor dem Besuch prüfen. Zuletzt geprüft: 2026-08
Weiße Sinterterrassen, vom kalziumkarbonatreichen Thermalwasser am Berghang geformt; berühmt für den Barfußweg und das Panorama bei Sonnenuntergang.
Direkt oberhalb der weißen Travertine erbaut und in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen, ist diese römisch-byzantinische Stadt für ihre heilenden Thermalquellen, ihr riesiges Theater und ihre weitläufige Nekropole bekannt.
Ein Thermalort etwa 5 km nördlich von Pamukkale; bekannt für die roten Travertine, die sein eisenoxidreiches heißes Wasser gebildet hat, und für seine Thermalhotels.
Rund 10 km von Pamukkale entfernt — die Stadt einer der Sieben Gemeinden aus der Offenbarung; mit ihren Säulenstraßen, ihren zwei Theatern und einer ganzjährigen Grabung ist sie die antike Stätte des Tals, die am schnellsten ans Licht kommt.
Die reichste antike Stadt in Tagesausflugsreichweite von Denizli — aber nicht in Denizli: Aphrodisias liegt im Dorf Geyre, im Landkreis Karacasu der Provinz Aydın. Zusammen mit ihren eigenen Marmorbrüchen wurde sie 2017 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Etwa 46 km vom Zentrum Denizlis entfernt — ein mit dem Klang der Webstühle groß gewordenes Städtchen, dessen Häuser mit Erkern unter städtischem Denkmalschutz stehen und das seine eigene antike Stadt innerhalb seiner Grenzen trägt.
Die Stadt, die die meisten Pamukkale-Besucher nur durchqueren: das Zentrum der Textilindustrie, des Hahn-Symbols und eines achthundert Jahre alten Basars.